XML PUBLIZIEREN

  • Muss eigentlich bei jedem (Teil-)Katalog Hand angelegt werden? Oder kann das nicht die Maschine erledigen?
  • Auf der anderen Seite: Warum eigentlich bei einem Umbruchfehler auf Seite 354 die ganze Programmierung ändern, wenn dieser Fehler an genau dieser Stelle schnell bereinigt werden kann?
  • Und was, wenn noch in der Satz- und Umbruchphase Korrekturen anfallen? Die womöglich die Struktur betreffen? Und die zwecks Vermeidung von Inkonsistenzen nach der PDF-Erzeugung wieder an die Quelle (Datenbank/CMS) zurückgespielt werden sollen ("round-tripping")?

Die "Gretchenfrage" lautet also:
Wollen Sie automatisch oder automatisiert publizieren?

Spätestens hier scheiden sich die Geister, mit welchen Produktionsinstrumenten Sie arbeiten sollten.

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automatisch

Automatische  Print-/PDF-Produktion bedeutet in der Regel

  • cloud- oder serverbasierter Datenfluss, sei es inhouse oder zum/vom Dienstleister
  • hohe Flexibilität in Sachen Produktionszyklus
  • automatische Erstellung von Extrakten/Teilpublikationen
  • lohnender Einsatz nur bei periodischen Publikationen,
  • mögliche Einbußen in puncto Typographie oder Umbruch, je nachdem, welche Satzsoftware als Formatierer eingesetzt wird,
  • dafür aber: relativ hohe Kosten bei der Entwicklung der Formatierung, vor allem der "letzten 1 bis 2%".

Die Ausgabequalität hängt ab

  • von der Qualität der XML-Strukturen und
  • von der Flexibilität der verwendeten Satzsoftware,
    z.B. in Bezug auf
  • lebende Kolumnentitel
  • Fußnoten
  • Tabellen
  • Umbruchmechanismen
  • Register und Verzeichnisse
  • Flexibilität der Seitengestaltung

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automatisiert

Automatisierte  Print-/PDF-Produktion heißt, bei geeigneten Publikationen den Automatismus so weit zu treiben, wie es technisch und finanziell Sinn macht.
Und den verbleibenden ? und möglichst kleinen ? Rest interaktiv zu erledigen.

Dann nämlich,

  • wenn es zu viele Ausnahmen in der Gestaltung gibt,
  • wenn sich die Gestaltungs- oder Umbruchregeln nicht aus dem XML ableiten lassen,
  • wenn sich inhaltliche "last-minute-Korrekturen" während der Produktion nicht vermeiden lassen,
  • wenn der Umbruch durch das geschulte Auge eines Anwenders beeinflusst und nicht durch die Software geregelt werden soll oder kann,
  • wenn eventuelle Fehler direkt auf dem Bildschirm bereinigt werden sollen.

Ein wichtiger Gesichtspunkt dabei: Bleibt das XML bei Eingriffen valide oder nicht?
Und gibt es Bedienungshilfen, die die nötigen Korrekturen einfacher und sicherer machen?

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